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Bernd Rippert 2024 am Strand von Biarritz in Südwestfrankreich.
Darum fahren wir (meist)
auf nur zwei Rädern
Wenn einer eine Reise tut, muss er viel erklären. Die häufigsten Fragen auf unseren Reisen lauten: "Tut Euch nicht der Hintern weh?" und "Wie hält die Vespa das aus?" Beides zeugt von Autofahrern oder Wohnmobilisten ohne Zweirad-Erfahrung.
Natürlich schmerzen Po und Rücken nach 300km. Natürlich muss das Gefährt regelmäßig zum Service, wir kontrollieren zudem den Reifendruck alle paar Tage. Bei Regen müssen wir in die Plastik-Kombi steigen, bei Hitze läuft die Brühe über den Rücken, vor allem bei Staus.
Gegen diesen Hitze-Stau hilft dann nur langsames Weiterfahren an den stehenden Autos vorbei. An dieser Stelle noch einmal der Appell an Autofahrer und Politik: Lasst uns Biker bei Staus vorbei - entweder mittig oder ganz rechts. Nichts ist zermürbender, als in der Sonne unter Helm und Kombi in der Sonne oder im Regen zu stehen.
Aber die richtige Antwort auf die Frage nach Schmerzen lautet "Ja, und?" Zweiradfahren ist definitiv die beste Medizin gegen jede Form von Depression. Den Fahrtwind
spüren, die warme oder kalte Luft ungefiltert atmen, die Straße und ihre Kurven am Gasgriff kontrollieren, jederzeit mit bester Sicht - das ist Lebensfreude.
Das Auto, das wir auch besitzen, ist ein Transporteur von A nach B. Bei Regen oder Schnee sogar gerne. Aber das Moped macht einfach Spaß. Wieder und wieder möchte ich fahren - eine Runde geht noch. Und noch eine.
Wenn nach einem Fahrttag der Hintern weh tut, halten wir einfach an, nehmen Quartier und freuen uns auf einen spannenden Ort.

Die Chemnitzer Vespa 2024 in der Hauptstadt des Zwergstaates Andorra.